Clown Pepe

Die Arbeit  in der Pflege aus Sicht von Clown Pepe

15.03.2019 - Dortmund

Heute möchte ich mal das ein oder andere loswerden bezüglich der "Zustände" und "Umstände" in der Pflege.

Viele meiner Freunde, Fans, Kunden und auch Webseiten Besucher wissen das ich sehr oft Seniorenheime Besuche. Wenige wissen das auch meine Freundin in der Pflege arbeitet. Daher möchte ich mal aus meiner Sicht die Probleme ansprechen welche eigentlich seit einigen Jahren ein Problem darstellen.

Arbeiten in der Pflege ist hart. Aber wie hart die Arbeit ist, ist nicht jedem bewusst. Clown Pepe zeigt euch seine Eindrücke

Arbeiten in der Pflege ist hart. Aber wie hart die Arbeit ist, ist nicht jedem bewusst. Clown Pepe zeigt euch seine Eindrücke

Es fängt leider schon damit an, dass Seniorenheime sehr oft unterbesetzt sind. Viele arbeiten in verschiedenen Schichten. Einen Tag Früh, dann spät, dann eine Mittelschicht. Wochenenden kennen die meisten "Pflegekräfte" kaum bis gar nicht, da auch an diesen Tagen die Pflege der Bewohner garantiert werden muss. Oftmals wenn ich in ein Seniorenheim komme, höre ich Bewohner schimpfen über Zeit. Alles muss schnell über die Bühne gebracht werden, es gibt keine Zeit für intensive Gespräche oder ähnlichen Sachen. Lasst mich aber bitte klar stellen das dies nicht in jedem Seniorenheim der Fall ist. Oftmals ist es eine Frage der Finanzen, Personalplanung und manchmal auch Bereitschaft der Mitarbeiter selber.

Zeit, Personal und auch Geld spielen also eine große Rolle in dieser "Branche". Manche Chefs verdienen sich eine goldene Nase, andere helfen tatsächlich mit. Und ja, ich kenne Seniorenheime wo auch die Chefin mit anpackt neben den Bürotätigkeiten die den ganzen Tag über anfallen. Jedoch kenne ich auch Seniorenheime, wo sich der Chef einmal in der Woche "blicken" lässt und die Mitarbeiter unterbezahlt sind für die Arbeiten die verrichtet werden.

Wundern sich denn wirklich noch Menschen wieso keiner mehr in der Pflege arbeiten möchte? Warum Menschen, die gerne mit anderen Menschen Arbeiten, sich doch für eine andere Branche entscheiden?

Pros und Contras in der Pflege.

Pro: sicherer Arbeitsplatz, gute berufliche Perspektive (es wird immer mehr pflegebedürftige Menschen geben), bei Weiterbildung Aufstiegschancen.

Contra: geringes Gehalt, geringes Sozialprestige, Schichtarbeit, teilweise körperlich anstrengend, seelisch belastend (Umgang mit Demenz, Todeserfahrungen und vieles mehr.

Wenn ich die oben genannten Punkte abwiege in Gewicht, dann würde mir spätestens jetzt klar werden, dass ich als Elektriker, ITler und auch als Kaufmann wahrscheinlich mehr verdiene, für nun, etwas weniger harte Arbeit. (Psychisch und Körperlich).

Natürlich gibt es Menschen, nehmen wir hier als Beispiel meine Freundin, welche ihren Job liebt. Trotz mieser Bezahlung, 3 verschiedene Schichten pro Woche und Wochenenddiensten. Aber habt ihr den Text mal beachtet und ist euch etwas aufgefallen?
Richtig, ich habe nicht einmal das Thema "Privatleben" angesprochen.

Jemand der in der Pflege arbeitet, hat nämlich kaum bis kein Privatleben. Die Person, egal ob Fachkraft oder Helfer, "opfert" sein Privatleben für die Fürsorge und Pflege der Senioren. Wieso? Aus Nächstenliebe!

Natürlich würde ich diese Zeilen nicht verfassen wenn ich nicht selbst davon betroffen wäre, aber was soll ich denn auch machen? Ich respektiere den Job meiner Freundin und bin stolz darauf das sie sich hierfür entschieden hat. Auch wenn es schwer ist mal einen Tag zu planen wo man sich länger sieht, bleibt mein Respekt ihr gegenüber bezüglich dieses Jobs!

Was sollte sich also ändern?

Mehr Gehalt und mehr Personal. Wenn man Punkt 1. löst, löst man automatisch Punkt 2. da es auch um den Finanziellen Aspekt geht im Job. Von Luft und Liebe kann keiner leben!

Ich stelle diesen Artikel gleich online, aber werde im Verlauf der kommenden Woche noch Sachen ergänzen und hinzufügen.

Aktuell suche ich nach Personen für ein Interview. Arbeitest du in der Pflege und möchtest was dazu sagen? Dann meld dich per E-Mail: info@pepe-clown.com (das Interview kann auf Wunsch auch anonym geführt werden)

Euer Pepe!

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